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Wirtschaft
Andalusiens Wirtschaft krankt noch heute an den Folgen der Politik Francos, die der Region die undankbare Rolle eines Lieferanten von Rohstoffen und billigen Arbeitskräften zuwies und Industrie nur unzureichend und einseitig in Westandalusien aufbaute. Die wichtigsten Industriezentren sind damals wie heute Sevilla, Huelva und Campo de Gibraltar in der Provinz Cádiz.

Die Landwirtschaft hat nach wie vor Bedeutung, obgleich Andalusien längst kein Agrarland mehr ist. Etwa die Hälfte des Bodens wird landwirtschaftlich genutzt, wobei der Ackerbau deutlich Vorrang vor der Viehzucht hat. Die traditionellen und wichtigsten landwirtschaftlichen Produkten sind Olivenöl, Getriede und Wein. Doch Olivenbäume, Getreide und auch Sonnenblumen können im Trockenbau kultiviert werden und brauchen kaum Pflege, schaffen also keine Arbeitsplätze. Der Anbau anderer, arbeitsintensiven Nutzpflanzen wie Baumwolle, Reis und Gemüse ist dagegen von den Bewässerungsmöglichkeiten abhängig, die nicht überall und nicht jedes Jahr in gleichem Maße gegeben ist. Die meisten Gemüsefelder Andalusiens befinden sich in der Provinz Almeria. Mit Ausnahme der Küstentäler bei Almeria und Málaga herrscht Großgrundbesitz vor. Der wichtigste Bereich für die Wirtschaft Andalusiens ist heute der Dienstleistungssektor, d.h. vor allen Dingen der Tourismus. Gegenwärtig besuchen jährlich 41 Mio. Touristen Spanien, wobei Andalusien, vor allem die Costa del Sol, eines ihres bevorzugten Ziele ist. Die Tourismusbranche erwirtschaftet fast 11 % des spanischen Bruttoinlandsproduktes. Allerdings ist der spanische Tourismus in hohem Maße von ausländischem Kapital abhängig, sodass etwa die Hälfte der Einnahmen ins Ausland abfließt. Fast 700.000 Arbeitnehmer sind direkt im Tourismus beschäftigt und noch einmal fast 500.000 indirekt, doch viele dieser Arbeitsplätze sind saisonbedingt. Die immer noch zu verzeichnenden Zuwachsraten des spanischen Tourismus schlagen sich leider nicht in der Schaffung neuer fester Arbeitsplätze nieder, sodass auch viele touristische Gebiete von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

Anhaltende Massenarbeitslosigkeit kennzeichnet das Spanien der 90er Jahre; sie betrug durchschnittlich um 20 %, in einigen Regionen Andalusiens lag und liegt sich noch viel höher. Betroffen sind vor allem Frauen und Jugendliche unter 25 Jahren. Die Gründe dafür sind vielfältig und u.a. in zunehmender Technisierung und Rationalisierung zu suchen. Die Löhne haben sich bei knapp 80 % des europäischen Durchschnittswertes eingependelt.