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Natur und Umwelt
Die ursprüngliche Vegetation Andalusiens besteht aus Wäldern mit immergrünen Hartlaubgehölzen wie Stein- und Korkeichen, wilden Olivenbäumen und Mastixsträuchern, in denen im Frühling Ginster und Pfingstrosen blühen. Solche Waldbestände finden sich jedoch fast nur noch in den Naturschutzgebieten, wobei es sich allerdings oftmals um "dehesas", gelichtete Weidewälder, handelt.
Viele Pflanzen, die uns typisch andalusisch vorkommen, wie Feigenkaktus, Bougainvillea oder die blau blühende Jacaranda, wurden einst aus Übersee eingeführt. Auch die hohen Palmen, die Parkanlgen und Straßen schmücken, stammen ursprünglich nicht aus der heimischen Pflanzenwelt; lediglich die buschartige Zwergpalme, der "palmito", ist in Europa beheimatet.
Heute prägt die Landwirtschaft mit ihren ausgedehnten Monokulturen weite Landstriche; geradezu endlos erscheinen die Olivenhaine der Provin Jaén. In der Provinz Almeria reift das Obst und Gemüse unter Plastikplanen heran. Doch nicht nur die Landwirtschaft, auch der sich seit den 60er Jahren entwickelnde Tourismus hat die natürliche Landschaft verändert. Die Mittelmeerküste ist bereits größtenteils mit Appartementblöcken zubetoniert, daran hat auch das viel zu spät erlassene Küstenschutzgesetz von 1988 nichts mehr ändern können. Dennoch bietet Andalusien Raum für herrliche Naturerlebnisse. Fast 17 % der Fläche Andalusiens sind zu Naturschutzgebieten erklärt worden. Es gibt 22 als Parques Naturales ausgewiesene Naturschutzgebiete, zu denen vor allem Bergregionen gehören. In ihnen kann man noch Greifvögel und mit Glück den seltenen Iberiensteinbock beobachten. Zudem besitzt Andalusein zwei Nationalparks (Parques Nationales), die einem besonders strengen Schutz unterliegen.

Ende 1998 wurde das Kerngebiet der Sierra Nevada, eine einzigartige Bergwelt, zum Nationalpark erklärt. Mit 86.000 ha ist er der größte Spaniens. Zu seiner Hochgebirgsflora gehören zahlreiche endemische, d.h. weltweit nur hier anzutreffende Arten. Schon 30 Jahre vorher, im Jahre 1969, wurde der an der Atlantikküste gelegene Coto de Donana, das einstige Jagdrevier der Herzöge von Medina Sidonia, zum Nationalpark erklärt. 1994 wurde er sogar in die Liste der UNESCO-Naturdenkmäler aufgenommen. Er umfasst auf seinen 77.000 ha einen einmaligen Landschaftsraum aus Buschwald, Sümpfen (marismas) und Dünen, der nicht nur Brutrevier zahlreicher Wasservogelarten, sondern auch Rastplatz europäischer Zugvögel ist. Somit kam es einer Katastrophe gleich, als im April 1998 der Damm des Abwasserauffangbeckens eines Pyritbergwerks bei Azanalcóllar bracht und 5 Mio. Kubikmeter schwermetallhaltiger Abwässer in den Guadiamar gelangten, der die marismas speist. Mit Hilfe rasch errichteter Sperrdämme konnten die Abwässer zwar in den Guadalquivir umgeleitet werden, doch war nicht zu verhindern, dass das Gift ins Grundwasser sickerte. Es wird Jahre dauern, bis sich das empfindliche Ökosystem regeneriert hat; entsprechende Hilfsmaßnahmen sind im Rahmen des Projektes "Donana 2005" angelaufen. Da die schwedisch-kanadische Betreiberfirma Boliden Apirsa nicht bereit ist, die Verantwortung für die Umweltschäden zu übernehmen, werden zur Zeit Prozesse um die Schadensersatzfrage geführt.