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Gibraltar
Eine besondere Attraktion im Süden Spaniens stellt die britische Enklave Gibraltar dar, eines der letzten Überbleibsel des einst weltumspannenden britischen Empire. Der Felsen von Gibraltar (The Rock) ist an der höchsten Stelle 426 m hoch, 4.500 m lang und an der breitesten Stelle 1.300 m breit. Gibraltar umfasst nur 6,5 km², die Grenze zu Spanien ist nur 1,5 km lang. Und doch sorgt dieses Fleckchen Erde seit Jahrhunderten für Spannungen zwischen Großbritannien und Spanien.

Von den rund 30.000 Einwohnern Gibraltars sind etwa 6.000 nur vorübergehend hier stationierte britische Militärangehörige mit ihren Familien. Doch verliert Gibraltar mehr und mehr den Charakter einer Garnisionsstadt, da Großbritannien schon seit längerer Zeit seine Militärpräsenz verringert. Etwa 20.000 sind echte Gibraltarians, eine interessante Mischung aus Briten, Spaniern, Indern, Juden, Maltesern und Genuesen. Dazu kommen noch etwa 4.000 Marokkaner. Sie alle sprechen sowohl Englisch als auch Spanisch, mitunter beides auf einmal, was sie scherzhaft "spanglish" nennen; die offizielle Amtssprache ist natürlich Englisch. Die Gibraltarians fühlen sich mehrheitlich als Briten und wehren sich gegen die Versuche Spaniens, eine Souveranität auf Gibraltar auszudehnen.

Gibraltar ist eine Kronkolonie mit einem Gouverneur und einem Parlament, bestehend aus 15 gewählten Mitgliedern, sowie einem Kabinett mit 5 Ministern. Der Felsen gehörte jahrhundertelang zu Spanien, bis er im Jahre 1704 während des Spanischen Erbfolgekrieges von einer englisch-holländischen Flotte erobert wurde. Im Vertrag von Utrecht 1713 wurde er ein für allemal Großbritannien zugesprochen. Der spanische König Felix V. soll damals prophezeit haben, dass der Verlust Gibraltars auf ewig einen "Dorn im Fuße Spaniens" darstellen werde.

General Franco wollte die Rückgabe der Souveranität an Spanien durch eine Art Blockade erzwingen und schloss deshalb 1969 die Grenze zu Gibraltar. Doch die Gibraltarians beharrten nur umso hartnäckiger auf ihre Zugehörigkeit zu Großbritannien, für die sie sich in einem Referendum 1967 fast einstimmig entschieden hatten. Gibraltar ist heute nicht nur eine in aller Welt bekannte Touristenattraktion, sondern auch ein wachsendes Offshorefinanzzentrum.